Aktueller Hinweis zu unserem nächsten Veranstaltungsangebot:

PRE-SCHAWUOT
VIRTUELLES LEHRHAUS
CHAWURAH GESCHER FREIBURG
SONNTAG 24. MAI 2020

Zum Link:

https://bit.ly/registration-lehrhaus

9.30 Raum ist offen, Technik-Tests
9:45 Eröffnung des virtuellen Lehrhauses - Gescher Vorstand
10:00 - 10:55 ►ROSCH CHODESCH GOTTESDIENST
mit Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg und Kantorin/Rabbinatsstudentin Dr. Annette M. Boeckler
11:00 - 11:50 ►Rabbinerin Prof Dr. ELISA KLAPHECK:
“Dina de-Malchuta Dina”
“Das Gesetz des Staates ist das Gesetz”. Dieses im Talmud von Mar Samuel (3. Jh.) formulierte Diktum hat durch die Jahrhunderte der jüdischen Diaspora das Verhälntis der jüdischen Gemeinden zum Staat bestimmt und auch die Emanzipation der Juden zu gleichberechtigten Staatsbürgern ermöglicht. Wir lernen den talmudischen Rechtsgelehrten Samuel kennen und diskutieren anhand der talmudischen Stellen sein Diktum.
Elisa Klapheck (*1962, Düsseldorf) ist Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft "Egalitärer Minjan" in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main und Professorin für Jüdische Studien an der Universität Paderborn.

12:00 - 12:50 ►ABRAHAM DE WOLF:
„Eigentum verpflichtet“
Dieser Satz bringt die jüdische Wirtschafts- und Sozialethik auf den Punkt. Er wurde von Hugo Sinzheimer, dem Frankfurter SPD-Politiker und Vater des deutschen Arbeitsrechts in die Weimarer Verfassung eingebracht und später ins Grundgesetz übernommen. Was bedeutet er im Lichte der jüdischen Tradition sowie heutigen Vorstellungen von Wirtschaftsgerechtigkeit?
Abraham de Wolf, geb.1959, ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Software- und Urheberrecht und Geschäftsführer einer Softwarefirma sowie u.a. Vorsitzender der Regionalgruppe Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokraten.

13:00 - 13:50 ►Rabbinerin Dr. ULRIKE OFFENBERG:
 "Was hüpfende Bäume und einstürzende Wände uns über demokratische Kultur sagen können"
 Wir wollen uns die talmudische Geschichte vom Ofen des Achnai anschauen, die dafür berühmt ist, dass sie Torahstudium und menschliche Innovation über Gottes Stimme selbst stellt. Ein Sieg des freien Zugangs zu Quellen über elitäre Ansprüche auf Wahrheit. Gleichzeitig wirft diese Erzählung viele Fragen auf, die für uns hochaktuell sind: Ist Demokratie die Diktatur der Mehrheit? Wie finden Minderheiten Gehör? Werden Debatten durch sachliche Argumente oder durch persönliche Angriffe entschieden?
Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg ist Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde Hameln und lehrt in verschiedenen jüdischen, interreligiösen und akademischen Kontexten.

14:00 - 14:50 ►Rabbiner Dr. WALTER ROTHSCHILD:
„Welches Land gehört Wem? „
Im Nahen Osten sind Vergangenheit und Gegenwart immer eng verbunden. Aber welche Vergangenheit? Und wie weit zurück? Genau das macht die Gegenwart so…spannend. Es gibt aber nichts Neues unter der Sonne. Bitte einen Chumasch zur Hand haben- wir werden Dwarim, Kapitel 2, anschauen, lesen, diskutieren.
Walter Rothschild (geb. 1954 ) ist ein deutsch-britischer liberaler Rabbiner, Autor , Kabarettist und Dozent

15:00 - 15:50 ►LENA GORELIK:
Lesung „Mehr Schwarz als Lila“ und Diskussion
Lena Gorelik erzählt von einer überforderten Siebzehnjährigen, die der Welt mit Witz und einer Spur notwendigem Stolz gegenübertritt. Wie nebenher wirft sie Fragen auf – wie kann man Erinnerung vermitteln, wie frei kann man sein? Vor allem aber geht es ums Erwachsenwerden und um die Bilder, die wir von uns selbst und anderen haben. 
Geboren in St. Petersburg, kam Lena Gorelik1992 mit ihrer Familie nach Deutschland. Die Autorin und Essayistin lebt heute in München.Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ (2004) wurde sie als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ (2007) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2017 erschien „Mehr Schwarz als Lila“, ein Coming-of-Age-Roman, der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Lena Gorelik schreibt Essays und Reportagen u.a. für DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandradio.

16:00 - 16:50 ►ANAT HOFFMAN, IRAC (IN ENGLISH)
“Resilience and Resistance – Keeping the Struggle Alive” & “If it ain’t broke- break it!”
What does it take to fight for Tikkun Olam for 30 years? It takes resilience to make Israel (or any other homeland) live up to our values and goals. What is resilience? You can get some too &
A chronology of Jewish social activism. This presentation will follow the great Jewish tradition of breaking the tablets. Jew by birth, rebel by choice.
Anat Hoffman ( born 1954) is an Israeli activist and serves as Executive Director of the Israel Religious Action Center, also known as IRAC. She is the director and founding member of Nashot HaKotel, also known as Women of the Wall.

 
17:00 - 17:50 ►Rabbinatsstudentin Dr. ANNETTE M. BÖCKLER:
„Kawanah und Corona“
In den letzten Wochen haben jüdische Gemeinden verschiedene Formen gefunden, wie man jüdisch sein kann mit physischer Distanz. Jede(r) von uns ist stärker verantwortlich, Atmosphäre und Rituale selbst (mit) zu tun. Wir werden antike jüdische Vorbilder und Modelle für ungewöhnliche Situationen kennenlernen und vielleicht in der Diskussion neue Inspirationen für uns heute bekommen.
Dr. Annette M. Böckler ist jüdische Theologin, seit 12 Jahren ist sie Hohe-Feiertags-Kantorin der egalitären Chawurah Gescher, zur Zeit begleitet sie die Gemeinde als Rabbinatsstudentin. Sie begann ihre Rabbinatsausbildung am Leo Baeck College London, wo sie auch 10 Jahr lang Dozentin für Bibelauslegung und Liturgie war, und studiert zur Zeit am Rabbinerseminar Levisson Instituut Amsterdam. Sie ist Lehrbeauftrage für Rabbinisches Judentum an der Universität Friburg (CH)

18:00 - 18:30 ►Kleines Konzert mit Kantor NIKOLA DAVID (Gesang, Klavier, Akkordeon)
Nikola David wurde 1969 in Bela Crkva (heute Serbien) geboren. An der Musikakademie Novi Sad studierte er Musikpädagogik von 1989 bis 1993. Zusätzlich absolvierte er von 1992 bis 1998 ein Gesangsstudium.Nach einer Laufbahn als Bühnentenor entschied er sich für eine Kantorenausbildung in Potsdam und ist seit 2014 als Kantor der liberalen jüdischen Gemeinde Bet Shalom München und auch der liberalen Gruppe „unorthodox“ der Gemeinde Stuttgart tätig.
18:30 – 18:40 > Abschluss und Dank, Gescher-Vorstand

Alle sind herzlich willkommen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, wir freuen uns jedoch immer sehr über SPENDEN auf unser Konto:
Chawurah Gescher Freiburg e.V.
IBAN DE76 6805 0101 0013 1047 35 ; BIC: FRSPDE66XXX ; Stichwort "Lehrhaus"

Gebete in Zeiten des Corona-Virus:

Wir haben letzte Woche mit Online-Kabbalat Shabbat-Gottesdiensten jeden Freitag um 18.00 Uhr deutscher Zeit (17 Uhr britischer Zeit, 19 Uhr israelischer Zeit) über Zoom begonnen, angeführt von Rabbinerstudentin, Kantor und Lehrerin Dr. Annette M. Boeckler. Wir werden diese (Gottesdienste) bis zum Ende der Sperre wegen des Corona-Virus fortsetzen. Dies ist ein interaktiver Gottesdienst auf Hebräisch und Deutsch mit Musik und Gebeten für Heilung. Die Drascha wird im Vorfeld in englischer Sprache an diejenigen verteilt, die kein Deutsch sprechen. Wir werden vor allem die Siddur "Seder HaTefillot" verwenden. Eine Textdatei ist vor dem Dienst per E-Mail verfügbar. Jeder ist eingeladen mitzumachen. Für den Pessach-Seder haben wir auch ein Online-Angebot via Zoom. Wir beginnen um 18 Uhr deutscher Zeit, machen eine Pause für das festliche Essen und treffen uns gegen 20.30 Uhr wieder zum Birkat HaMason/ Hallel Teil. Jeder ist willkommen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail: vorstand@gescher-freiburg.de schnell (begrenzte Plätze) und wir senden Ihnen den Link und die Haggadah, die wir verwenden werden. Dieser Service ist kostenlos, aber Spenden sind immer willkommen. "El na, refa na la" für alle, wieder gut sein oder gut bleiben, die besten Wünsche, Cornelia Haberlandt-Krüger, Vorsitzende, EJCGF

Prayers in times of Corona virus:

We started last week with online Kabbalat Shabat services every Friday at 6 p.m. German time (5 p.m. UK time, 7 p.m. Israeli time) via Zoom ,led by rabbinical student ,cantor and teacher Dr. Annette M. Boeckler. We will continue these until the end of the lock down due to Corona virus. This is an interactive service in Hebrew and German with music and prayers for healing.The drasha will be handed out in English beforehand to those who don't speak German. We will mostly use the siddur „Seder HaTefillot“. A text file is available per mail before the service. Everybody is invited to join. For the Passover Seder we will have an online offer via Zoom, too. We will start at 6 p.m. German time, have a break for the festive meal and meet again around 8:30 p.m. for the Birkat HaMason/ Hallel part. Everybody is welcome. If you are interested, please contact us via E-Mail: vorstand@gescher-freiburg.de asap and we will send you the link and the Haggadah we will be using.(limited places) This service is free, but donations are always welcome. "El na, refa na la" for everyone, be well again or stay well , best wishes, Cornelia Haberlandt-Krüger, Chair, EJCGF

Willkommen bei Gescher

Seit 1998 gibt es GESCHER als egalitäre, liberale jüdische Chawurah (Gemeinschaft) in Freiburg. Gescher ist das hebräische Wort für BRÜCKE – eine Brücke in eine lebendige, vielfältige Zukunft des Judentums in Deutschland. Tragpfeiler unserer Brücke sind die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, eine moderne Liturgie und die Offenheit für alle Menschen, die sich für ein fortschrittliches Judentum interessieren.

Auch in Freiburg hat es vor 1933 ein reiches liberal-jüdisches Leben gegeben. Mit unserem 2004 gegründeten Verein „Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher e. V.“ knüpfen wir an diese Tradition an. Im selben Jahr wurden wir Mitgliedsgemeinde der „Union Progressiver Juden Deutschland“ und damit der „World Union of Progressive Judaism“ mit Sitz in Jerusalem.

Wir wollen zeigen ...,
... dass die Alternative zu orthodox nicht säkular heißen muss,
... betonen dass lebendiges, offenes Judentum nicht gleichbedeutend ist mit leicht gemachtem Judentum, sondern durch den dynamischen Prozess der Auseinandersetzung mit den heiligen Schriften immer wieder neu belebt wird,
... das Bedürfnis des/der Einzelnen nach einer sinnvollen religiösen Identität und Aktivität erfüllen,
... unsere Mitglieder inspirieren, Judentum zu einem wesentlichen Teil ihres Lebens zu machen,
... unseren Beitrag leisten zu jüdischer Vielfalt, jüdischem Leben in Deutschland und zu Tikkun Olam, der Arbeit an einer gerechten Welt.

Religiöse Aktivitäten

Gemeinsames Feiern der jüdischen Fest- und Feiertage. Regelmäßige Gottesdienste, die dem traditionellen Ablauf in Hebräisch und Deutsch folgen. Regelmäßige Besuche von Rabbiner/inne/n, die neben dem Gottesdienst Lehr- und Lernstunden zu theologischen Themen anbieten. Wöchentliches Torah-Lernen, das sich mit dem jeweiligen Wochenabschnitt beschäftigt. Gescher-Workshop-Wochenenden Wir veranstalten in Abständen Wochenenden mit Seminaren zu religiösen und kulturellen Themen.

Kultur

Der Gescher Lese- und Filmkreis beschäftigt sich mit Literatur und Filmen rund um Judentum und Israel.

Der Gescher-Chor probt einmal in der Woche, begleitet Fest- und Feiertage und plant Konzerte im Rahmen von Festivals und Kulturtagen.

Zusammenarbeit

Wir pflegen enge Kontakte zu anderen liberalen jüdischen Gemeinden in Deutschland, Frankreich und der nahen Schweiz. Wir engagieren uns im jüdisch-christlichen und interreligiösen Dialog.

Wie können Sie uns unterstützen? Ihre Mitglied- oder Fördermitgliedschaft ermöglicht unsere Arbeit, Ihr Engagement im Gemeindeleben beflügelt unseren Einsatz. Bei all unseren Aktivitäten sind neue Menschen herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf Sie!

Unsere Büro-Anschrift lautet:

Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher e.V.

Postfach 405

79004 Freiburg

Der Adresse unseres Betraumes wird auf Anfrage gerne mitgeteilt..

Tel. 0761-707 5733    Fax 0761-707 72840

E-Mail: vorstand@gescher-freiburg.de

Bankverbindung:

Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau

IBAN: DE76 6805 0101 0013 1047 35, BIC: FRSPDE66XXX